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Zubehör

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  1. Stativ
  2. Fernauslöser

Neben Objektiven und Blitzgeräten steht dem Fotografen eine große Auswahl an Zubehör zur Verfügung um alle möglichen Bedürfnisse befriedigen zu können.

Stativ

Stative gibt es in vielen Größen und Ausführungen. Die meistverwendete Variante ist das Dreibeinstativ. Dieses steht auf drei leicht gespreizten Beinen, welche in unterschiedlichen Winkel ausgestellt werden können. Die Kamera wird über einen Stativkopf auf der Mittelsäule montiert. Diese Mittelsäule ist meist höhenverstellbar und ermöglicht es so, das Stativ auf die Größe des Fotografen anzupassen.
Bei den meisten Stativen ist an der Mittelsäule ein Haken befestigt, an den man ein zusätzliches Gewicht anbringen kann. Dadurch wird der Stand des Stativs noch stabiler.
Die Mittelsäule kann in vielen Fällen gedreht werden, so dass das Stativ für z.B. Reproaufnahmen oder Markos in Bodennähe verwendet werden kann. Eine neigbare Mittelsäule kann bei manchen Aufnahmen auch von Vorteil sein.
Die wichtigste Funktion an einem Stativ ist, dass es die Kamera stabil halten soll um:

Größere Stative sind meist stabiler als kleinere, da bei großen Stativen dickere Stativbeine, größere Klemmen und massivere Gelenke verwendet werden können. Dafür haben diese aber mehr Gewicht und ein größeres Packmaß.

diverse Stative
Von links: Minidreibein, Teleskopbeinstativ, Reisestativ für Kompakt- und Bridgekameras, stabiles Reisestativ, großes Stativ und Einbeinstativ

Wenn man nur mit sehr wenig Ausrüstung unterwegs ist, kann es von Vorteil sein, ein Ministativ dabei zu haben, um z.B. die Kamera auf einem unebenen Untergrund abzustellen oder leicht nach oben zurichten.
Etwas größer aber trotzdem noch sehr kompakt ist ein Stativ mit Teleskopbeinen, dieses besteht aus Beinen aus dünnen Metallröhren, welche mit Kugelarretierungen einrasten. Dieses Stativ ist nicht sonderlich stabil, aber kann eine Kompaktkamera auf ca. 1 Meter Höhe bringen.
Bei größeren Stativen werden die Beine meist mit Klemmen arretiert. Diese können bei manchen Stativen nachstellbar ausgeführt sein. Ab einer gewissen Preisklasse, lässt sich auch die Spreizung der Stativbeine verstellen und so näher am Boden fotografieren.
Wenn die Mittelsäule ausbaubar ist, kann man sie verkehrtherum einbauen oder gegen eine kurze tauschen. So kann man entweder Reproaufnahmen machen oder bodennahen Makroaufnahmen.
Es gibt auch Stative mit einer sehr langen Mittelsäule, um damit z.B. Häuse von oben fotografieren zu können ohne in eine Flugzeug steigen zu müssen.

Wasserwagen am Stativ und am Stativkopf geben Auskunft über die Ausrichtung des Statives und helfen gerade Bilder zu machen. Auch für Panoramaaufnahmen ist es wichtig, dass das Stativ im Wasser steht.
Umso größer eine Stativ, desto bequemer kann man im Stand fotografieren. Dies gilt vor allem bei Kameras mit Sucher. Mit einer Kamera mit Klappdisplay kann man auch ganz bequem auf Bauchhöhe fotografieren.
Kugelkopf
Kugelkopf

Einbeinstative sind was für Fotografen, die schnell ihre Position ändern müssen und trotzdem nicht auf ein Stativ verzichten möchten. Mit einem Einbeinstativ kann man nicht nicht viel längere Belichtungszeiten erreichen, als mit einem Bildstabilisator, aber wenn man eine schwere Kamera mit Objektiv verwendet, ist es von Vorteil, wenn die Last auf einem Stativ ruht. Einbeinstative gibt es auch in vielen Größen und Preisklassen.

Damit man die Kamera auf dem Stativ ausrichten kann, benötigt man einen Stativkopf. Dieser kann als 3D-Neider, Videoneiger oder als Kugelkopf ausgefphrt sein.

Ein 3D-Neiger kann in jeder der drei Drehachsen einzeln verstellt und arretiert werden. Somit lässt sich eine Kamera am genausten ausrichten. Dafür kann es länger dauern, bis man alle drei Richtungen eingestellt hat. So ein Stativkopf ist eher was für Aufnahmen, bei denen es auf eine exakte Ausrichtung ankommt und das Motiv ruht, z.B. Architekturaufnahmen.
Beim Videoneiger kann man zwei Richtungen (hoch-runter und links-rechts) gleichzeitig verändern und arretieren. Zum Kippen muss man eine zweite Arretierung lösen.
Beim Kugelkopf hat man nach dem Öffnen der Klemmschraube alle Freiheiten und kann Kippen, Neigen und Drehen, wie es einem gefällt. Ihn kann man mit Klemmschraube(n) oder Pistolengriff bekommen.

Es gibt durchaus aber weitere Möglichkeiten die Kamera ruhig zu stellen. So gibt es Klemmstative, welche sich an Tischkanten, Türen oder Geländern befestigen lassen. Es gibt Stative mit flexiblen Beinen, welche man um Bäume, Verkehrsschilder oder Stuhllehnen wickeln kann. Man kann einen Bohnensack als Unterlage nehmen, einen Spieß in den Boden rammen oder gar eine Schnur an eine Schraube im Stativgewinde binden und die andere Seite mit dem Fuß festhalten. Wenn man nun die Schnur spannt, hält man die Kamera ruhiger als in der freien Hand

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Fernauslöser

In Verbindung mit einem Stativ ist es empfehlenswert einen Fernauslöser zu verwenden. Es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Kamera fernauszulösen. Die älteste Variante ist mit einem Drahtfernauslöser. Der Drahtauslöser wird am Auslöseknopf angeschraubt und beim Betätigen wird der Draht im Inneren nach vorne geschoben und löst damit eine Aufnahme aus. Dadurch, dass der Drahtauslöser ist nicht so flexibel wie ein normales Kabel ist und die Auslösung mechanische funktioniert, können Vibrationen auf die Kamera übertragen werden. Die Länge ist durch die Bauform begrenzt. Durch eine Schraube lässt sich der Auslöser feststellen und so für Langzeitaufnahmen verwenden.
Der Kabelfernauslöser funktioniert elektrisch. Im Handteils befindet sich ein zweistufiger Taster, mit dem der Auslöser halb und ganz betätigt werden kann. Durch einen Arretierung kann er für Langzeitaufnahmen verwendet werden. Der Anschluss an die Kamera erfolgt über einen herstellerspezifischen Stecker. Durch das flexible Kabel ist die Kamera fast vollständig vom Handteil entkoppelt, so dass sich so gut wie keine Schwingungen übertragen. Je nach Kabellänge sind auch größere Entfernungen von der Kamera möglich.
Ein kabelloser Fernauslöser überträgt das Signal zum Auslösen entweder mit Hilfe von infrarotem Licht oder per Funk. Durch das Fehlen einer festen Verbindung zwischen Sender und Kamera werden keine Schwingungen mehr übertragen. Die mögliche Entfernung ist nur von der Signalstärke abhängig und kann mehr als 10 Meter betragen.
Je nach Ausführung kann man in den Kabel- und den Funkfernauslöser noch weitere Funktionen integrieren. Dazu zählen z.B. Intervallaufnahmen.
Eine weiter Möglichkeit zur Fernauslösung der Kamera ist sie an einen Computeranzuschließen. Vor allem Spiegelreflexkameras kann man über USB an den Rechner anschließen und dann mit Hilfe von spezieller Software fernsteuern. Mit Hilfe dieser Software kann man Intervallaufnahmen usw. durchführen und die Fotos direkt auf den Rechner übertragen. Noch einen Schritt modernen sind Tabletcomputer und Smaretphones, welche mit einem passenden App diese Aufgabe auch übernehmen können.

DrahtfernauslöserKabelfernauslöser
DrahtfernauslöserKabelfernauslöser

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Taschen

Eine gute Kameratasche sollte die Kamera und das Zubehör vor Umwelteinflüssen schützen und ergonomisch gestaltet sein.
Zu den Umwelteinflüssen zählen Hitze, Kälte, Regen, Luftfeuchtigkeit und Staub. Die Polsterung sollte es außerdem mit Vibrationen, Stößen und leichten Schlägen aufnehmen. Die Taschen sollten so gebaut sein, dass nichts aus Versehen heraus fallen kannund dass man die Tasche problemlos mehrere Stunden tragen kann.
Es gibt auch Taschen, welche verschlossen, mit einem Drahtseil an festen Gegenstände befestigt werden könne und gegen Aufschneiden gesichert sind.
Man kann Taschen und auch Koffer in unzähligen Größen und Varianten kaufen. Angefangen bei der Gürteltasche, über die Umhängetasche und den Rucksack bis hin zum Rollkoffer für große Ausrüstungen. Die Tasche sollte der eigenen Ausrüstung und Bedürfnissen angepasst sein.

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Reinigung

Auch bei sehr pfleglichem Umgang mit seiner Fotoausrüstung kann es zu Verschmutzungen an der Kamera, der Optik und dem Bildsensor kommen. Um diese wieder zu entfernen kann man verschiedenste Utensilien kaufen:

Bei jeder Reinigung sollte man zuerst den losen Staub wegblasen. Dazu kann man einen Blasebalg, eine Klistierspritze oder Druckluft (trocken) aus der Dose nehmen. Danach kann man den fester anhaftenden Staub mit einem Pinsel entfernen. Sollte immer noch Staub vorhanden sein, kann man versuchen diesen mit einem Tuch (feucht oder trocken) abzutupfen. Vor allem auf Linsen und dem Sensor sollte man nie reiben, solange noch Staub anhaftet, denn das kann zu Kratzern führen.
Ist der Staub entfernt, kann man Fett und Wasserflecken mit einem weichem fußelfreien Tuch entfernen. Reinigungsmittel, welche Fett lösen können dabei helfen. Diese sollten aber nicht aggressiv sein und auch keine Rückstände hinterlassen.
Die Sensorreinigung ist nur bei Kameras mit Wechselobjektiven ein Thema. Dabei sollte man größte Vorsicht walten lassen und wenn man sich nicht sicher ist, einen Profi ran lassen.
Bei Linsen muss man nicht ganz so vorsichtig sein, da diese aus Glas und deswegen nicht so kratzempfindlich sind. Bei vergüteten Linsen kann man aber die Beschichtung beschädigen.
Filter lassen sich recht gut unter fließend Wasser und etwas Spüli reinigen. Nach dem Duschen sollten diese aber lange zum Trocken im Freien liegen, sonst kann sich bei der Verwendung Beschlag bilden.
LCDs kann man auch mit feuchten Tüchern reinigen. Auch hier muss man aber aufpassen keine Kratzer zu erzeugen, da die meisten Displays mit Kunststoff statt mit Glas versehen sind. Kunststoff ist empfindlicher wie Glas.

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