Fotografie

Fotos digitalisieren

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  1. Foto-CD
  2. Diakopiervorsatz
  3. Scannen

Um Bilder auf dem Rechner nachbearbeiten zu können, muss man diese in irgendeiner Form auf selbigem gespeichert haben. Fotografiert man schon digital geht das relativ einfach, man schließt die Kamera am Rechner an oder schiebt die Speicherkarte in das Lesegerät und schon kann man seine Bilder auf den Rechner kopieren.
Das kann man dann entweder mit einer Software, welche bei der Kamera dabei war tun oder einfach mit Mitteln des Betriebssystems.
Hat man analoges Bildmaterial vorliegen, muss man dieses auf eine geeignete Weise digitalisieren. Dazu hat man mehrere Möglichkeiten.

Foto-CD

Die einfachste ist, bei der Entwicklung des Films eine Foto-CD mitzubestellen. Dann werden die Bilder gleich nach der Entwicklung im Labor gescannt und man erhält neben dem entwickelten Film und den Papierbildern eine CD mit den gescannten Fotos.
Auf die Art kommt man am einfachsten an digitale Bilder von analogen Aufnahmen. Die Qualität ist auch brauchbar, wenn man sich die Bilder nur am Rechner anschauen, kleine Ausdrucke machen oder die Bilder ins Internet stellen will.
Das ganze funktioniert so auch mit älteren Bildern. Viele Fotolabore bieten auch das Scannen schon entwickelter Filme an. Man kann aber auch auf einen Scan-Service (findet man im Internet) zurückgreifen oder versuchen, diese selbst zu digitalisieren.

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Diakopiervorsatz

Wenn man neben einer Sammlung von Dias oder Negativen und eine Digitalkamera sein eigen nennt, könnte man auch auf die Idee kommen, diese Filme einfach mit der Kamera abzufotografieren. Auf die Idee sind auch schon andere gekommen und deswegen gibt es Diakopiervorsätze für verschiede Kameras.
Diakopiervorsatz
Diakopiervorsatz an einer Nikon Coolpix 885
Das ganze funktioniert auch ganz gut, solange man Dias oder Schwarzweiß-Negative damit digitalisiert. Bei Farbnegativen werden die Ergebnisse nicht ganz so gut. Das liegt daran, dass auf Farbnegativen die Farben des Fotos nicht nur "verkehrt herum" sondern auch im Kontrast komprimiert und getönt (braun-orange) gespeichert sind.
Die erreichbare Auflösung hängt dabei von der Digitalkamera ab. Die so digitalisierten Bilder sind meist etwas kleiner als normale Bilder der Kamera.
Beim Abfotografieren sollte man auf eine gleichmäßig Beleuchtung der Vorlage achten.

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Scannen

Eine schnelle und einfach Variante ist selbst scannen. Dabei hat man alles selbst in der Hand.
Die Qualität des gescannten hängt hauptsächlich von der Wahl des Scanners ab. Dabei kann man fast von der Regel ausgehen: umso teurer und neuer, desto besser. Des Weiteren gilt auch, umso spezialisierter ein Gerät auf eine gewisse Art von Vorlagen ist, desto besser kann es damit umgehen.
Die preisgünstigste Variante und auch die mit der schlechtesten Qualität bietet ein einfacher Flachbettscanner, wie man ich z.B. zum Schnäppchenpreis beim Lebensmittel- oder im Elektrodiscounter erstehen kann. Dabei muss man dann als Vorlage auf Papierbilder zurückgreifen. Als Auflösung reichen hier meist 600 dpi, weil mehr Auflösung haben Papiervorlagen meist auch nicht.
Flachbettscanner
Flachbettscanner mit Durchlichteinheit
Etwas teuere Flachbettscanner bieten eine Durchlichteinheit, mit welcher auch Dias und Negativstreifen digitalisiert werden können.
Flachbettscanner mit Durchlichteinheit haben den Vorteil, dass man damit sowohl Papiervorlagen, als auch Filme scannen kann.

Um Dias mit einer brauchbaren Qualität scannen zu können, braucht man schon etwas mehr Auflösung. Wie viel kann man sich schnell selbst ausrechnen:
Ein KB-Dia ist 24 mm x 36 mm groß. Um davon Ausdruck 10 cm x 15 cm mit 300 dpi machen zu können, muss man das Dia mit folgender Auflösung scannen:
Vergrößerungsfaktor: 10 cm / 2,4 cm = 4,2
Scan-Auflösung bei 10 cm x 15 cm: 1200 dpi.
Will man auf DIN A4 (ca. 20 cm x 30 cm) ausdrucken, braucht man schon 2400 dpi und bei DIN A3 (30 cm x 45 cm) 3600 dpi.
Wobei man bedenken sollte, dass man ab ca. 2400 dpi an die Grenzen eines normalen Negativfilm (ISO 200 oder 400) stößt. Sprich, dieser nicht mehr Auflösung bietet und man nur noch das Korn vergrößert. Für den Hausgebrauch ist man mit einem Gerät mit 2400 bis 3600 dpi ganz gut bedient ist.
Hier ist nicht die am Gerät angegebene Auflösung gemeint, sonder die tatsächliche.

Quellen im Netz:
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Für höhere Ansprüche bzw. besser Scanvorlagen, wie z.B. niedrigempfindliche Diafilme, empfiehlt sich ein reiner Filmscanner. Das sind Scanner, welche sich nur für Filme eigenen. Dabei kann man in schnell viel Geld ausgegeben, erkauft sich aber den Vorteil von hoher Scanqualität und einfacher Handhabung.

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Auflösung

Bei Scannern ist die bedeutendste Eigenschaft die Auflösung in ppi. Diese gibt an, wie viele Pixel pro Inch (2,54 cm) der Vorlage das digitale Bild enthält. Meist wird aber von dpi gesprochen. Dpi heißt dots per inch und bezeichnet die Anzahl an Farbtröpfchen pro Inch, welche ein Tintenstrahldrucker aufs Papier bringt. Die dpi-Zahl ist beim Drucken immer höher als die ppi-Zahl, da ein Pixel aus mehreren dots zusammengesetzt ist.
Die Angabe der Auflösung in ppi macht nur Sinn bei Geräten, welche entweder Bilder digitalisieren oder diese ausdrucken. Hat man das Bild mal im Rechner, kann einem die ppi-Angabe bis zum endgültigen Ausdrucken eigentlich egal sein.
Bei einem Scanner sagt die Auflösung aus, wie viele Pixel ein Bild hat, wenn die Vorlage so und so groß ist. Wobei man hier noch drei Angaben unterscheiden muss:

Die physikalische Auflösung setzt sich aus zwei Zahlen zusammen, der Quer- und der Längsauflösung. Die Querauflösung gibt an, wie viele Punkte das CCD des Scanners pro 2,54 cm auflösen kann, die Längsauflösung, in wie kleinen Schritten der Stellmotor arbeiten kann.
Die interpolierte Auflösung gibt an, wie groß der Scannertreiber das Bild hochrechnen kann. Auch wenn es inzwischen schon recht brauchbare Algorithmen gibt, Interpolation erfindet nur Informationen dazu.
Was der Scanner aber wirklich kann, gibt die Angabe der tatsächlichen Auflösung wieder. Diese wird in Tests ermittelt und wird in Testberichten von diversen Fachzeitschriften angegeben. Dazu wird eine Vorlage mit Linien unterschiedliche Abstände gescannt. Der kleinste noch erkennbare Abstand gibt dann die Auflösung des Scanners wieder.
Will man ein Bild auf einem Drucker ausgeben, sollte es eine Auflösung von ca. 300 ppi haben.
Wie groß muss ein Bild in Pixel sein, damit es auf DIN A4 mit 300 ppi ausgedruckt werden kann?
DIN A4 ist ca. 20 cm x 30 cm groß. Das sind ca. 7,9 inch x 11,8 inch. Multipliziert mit der Auflösung ergibt sich ca.: 2360 Pixel x 3540 Pixel.

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Vorlagen

Als Vorlage zum Scannen eignen sich Papierfotos, Negative oder Dias. Wobei die erreichbare Qualität in der Reihenfolge zunimmt.
Beim Papierbild hat man durch die Ausbelichtung vom Negativ schon einen gewissen Qualitätsverlust. Zum einen sinkt die mögliche Auflösung und zum anderen ist der Kontrastumfang niedriger als bei einem Negativ.
Farbnegative haben den Nachteil, dass die Farbinformation des Bildes in ihnen versteckt liegt. Zum einen sind diese meist bräunlich gefärbt und - wie der Name schon sagt - in negativer Form vorhanden.
Einfach nur Invertieren hilft nicht. Danach muss man noch die Helligkeiten, den Kontrast und den Farbton anpassen. Der Ablauf, um aus einem Farbnegativ ein farbrichtiges Digitalbild zu erstellen, sieht so aus:

Beispiel für das Scannen von Farbnegativen
Negativ gescannt, invertiert und farbangepasst

Wenn man sich die Histogramme der einzelnen Schritte ansieht, wird man merken, dass das gescannte Negativ nur wenig Kontrast hat, d.h. die ganze Farb- und Helligkeitsinformation ist komprimiert und muss für das fertige Bild gespreizt werden. Durch die Spreizung wird aber keine weitere Farb- bzw. Helligkeitsinformation dazu gewonnen, d.h. das Foto hat wenig Helligkeits- und Farbinformation und ist deswegen qualitativ schlechter als z.B. ein gescanntes Dia.
Scanner mit Durchlichteinheit und auch Filmscanner - oder besser gesagt, deren Treiber - können machen diese Umwandlung automatisch durchführen.
Bei Schwarzweis-Negativen sind nur die Helligkeiten vertauscht, so dass man bei diesen nur die Helligkeiten invertieren muss, um ein Positiv zu erhalten.
Dias sind am besten zum Scannen geeignet, da sie die Farben und die Helligkeiten genauso enthalten, wie das spätere Bild, so dass so gut wie keine Bearbeitung nötig ist.

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Staub und Kratzer

Bei älteren Negativen oder Dias kommt es schon mal vor, dass Kratzer oder Staub weiße Flecken oder Linien auf dem digitalen Bild erzeugen.
Staub und Kratzer entfernen
Staub und Kratzer entfernen
Um diese Störungen abzumindern kann man schon den Scanner bzw. den Scannertreiber für sich arbeiten lassen.
Dies kann man zwar auch von Hand hinterher in einem Bildbearbeitungsprogramm machen, nur beim Entfernen von Staub und Kratzern hat es Vorteile, den Scanner damit schon zu beauftragen. Dies liegt daran, dass die meisten hochwertigen Scanner über eine Technik verfügen, mit der Staub und Kratzer beim Scannvorgang erkannt und dann entsprechend korrigiert werden können. Dabei wird die Vorlage zweimal gescannt: einmal mit normalem Licht und einmal mit Infrarotlicht. Unter Infrarotlicht kann der Scanner bzw. der Scannertreiber erkennen, ob es sich tatsächlich um einen Kratzer oder um Bildinhalt handelt und das Bild entsprechend bearbeiten. Dazu werden auf die Pixel des Kratzers benachbarte Pixel kopiert, so dass der Kratzer möglichst unbemerkt verschwindet.
Kann der Scanner so was nicht, kann man immer noch auf die Möglichkeiten seiner Software zurückgreifen.

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