Fotografie

Reise

Wer eine Reise tut, hat hinter viel zu erzählen, wenn er dann auch noch tolle Fotos im Gepäck hat, werden die Geschichten viel lebendiger. Auf Reisen wird wohl am meisten fotografiert, denn wer unterwegs ist, findet ständig neue Motive, die fotografisch festgehalten werden müssen.
Das Wort "Reisen" kommt von althochdeutschen "risan" was soviel wie aufstehen, sich erheben bedeutet. Das gilt auch heute noch, wenn man verreisen will, dann muss man seine Sachen packen, aufbrechen und von zu Hause weggehen.
Eine Reise kann man aus vielerlei Gründen unternehmen, sei es, um bei einem Badeurlaub zu entspannen oder um ein fremdes Land und dessen Kultur kennen zu lernen. Dabei ergeben sich oft tolle Gelegenheiten zum Fotografieren.
Wer also eine Reise macht, ist unterwegs, was wiederum bedeutet, dass er alles, was er unterwegs braucht, mitnehmen muss.

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Ausrüstung

Je nachdem, was man unternimmt, müssen sich vor allem der Umfang und die Größe der Fotoausrüstung dem möglichen Gepäck anpassen. Wer mit dem Fahrrad oder zu Fuß die Welt bereist, kann weniger Ausrüstung mitnehmen, als jemand, der mit dem Auto unterwegs ist.
Dabei sollte man aber bedenken, dass man wegen der Vielzahl der möglichen Motive, die Ausrüstung zu flexibel wie möglich hält. Man sollte also einen möglichst großen Brennweitenbereich abdecken können und auch für Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen gewappnet sein.
Wenn man genötigt ist, mit kleinem Gepäck zu reisen, dann kann man auch eine kompakte Kamera zurückgreifen, diese sollte nach Möglichkeit einen großen Brennweitenbereich abdecken. Hierzu kann man auf eine der vielen Megazoomkameras zurückgreifen, welche mindestens einen zehnfach Zoom bereithält. Die Anfangsbrennweite sollte bei einem Kleinbildäquivalent von 28 mm liegen, so dass man echte Weitwinkelaufnahmen von Gebäuden oder Landschaft machen kann. Die kleine Brennweite eignet sich auch für Aufnahmen in Gebäuden, wenn man nur in begrenztem Maß zurück treten kann.

Stativ
Ein kleines Stativ

Ein kleines Stativ kann bei schlechten Lichtverhältnissen und für Aufnahmen mit dem Selbstauslöser gute Dienste leisten. So kommt man dann auch mal aufs Bild, wenn kein hilfsbereiter Mensch in der Nähe ist.
Hat man etwas mehr Platz im Gepäck, kann man zusätzlich ein größeres Stativ mitnehmen, wodurch man mehr Möglichkeiten erhält, die Kamera zu platzieren. Außerdem sind größere Stative meist stabiler und ermöglichen auch Langzeitaufnahmen und Belichtungsreihen für Tonemapping-Bilder.
Filter, sind auch recht hilfreich, allen voran ein Polfilter mit dem man bei günstigem Licht eine höhere Farbsättigung erreicht, Ein Grauverlauffilter hilft bei hellem Himmel, einen Neutraldichtefilter kann man für effektvolle Aufnahmen von Wasser und einen IR-Filter für spektakuläre Falschfarbenfotos einsetzten. Dabei kommt es auf die Kamera an, ob diese ein Filtergewinde hat, sich Filter nur über einen Adapter anbringen lassen oder ob man gar den Filter nur vor das Objektiv halten kann. Wobei selbst das letztere gut funktioniert. So lassen sich auch mit Kameras ohne Möglichkeit Filter anzubringen, Filter nutzen.

Hat man noch mehr Platz im Gepäck und will ein hohes Maß an Flexibilität, dann kommt fast nur eine Spiegelreflexkamera in Frage. Auch hier sollt man einen großen Brennweitenbereich mitnehmen, wobei man hier deutlich mehr Möglichkeiten hat, wie bei Kompaktkameras.
Wenn man nicht so oft das Objektiv wechseln will, immer hin steigt dadurch die Gefahr, dass Staub auf den Sensor kommt, dann kann man ein Reisezoom mit einem großen Brennweitenbereich (10 bis 15-fach) als Standardobjektiv mitnehmen und fast immer an der Kamera lassen. So ist man in jeder Situation flexibel genug und bereit für Schnappschüsse.
Weitere Objektive kann man einpacken und dann verwenden, wenn man einen größeren Weitwinkel, eine längere Brennweite, einen schnelleren Autofokus oder eine größere Lichtstärke benötigt.
Ein stabiles Dreibein- oder Einbeinstativ leisten auch hier gute Dienste. Scheut man die Größe eines Stativs, gibt es Alternativen mit geringerem Packmaß: Auflagesäcke, diverse Klemmstative und Stative, welche sich flexibel an allen möglichen Gegenständen befestigen lassen.
Je nach Motiv, kann auch ein zusätzliches Blitzgerät sinnvoll sein.
Eine zweite, kleine Kamera ist angebracht, wenn man beim Bummeln in der Stadt oder am Strand nicht die große Kamera mitschleppen will. Hier ist zählt die Größe und das Gewicht, damit sie in der Hosentasche verschwinden kann und man so nicht gleich als Tourist auffällt. Will man die Kamera mit an den Strand nehmen, ist es recht praktisch, wenn das Gehäuse staub- und wasserdicht ist oder man ein entsprechendes Gehäuse bzw. dicht schließenden Beutel dabei hat. So ist die Kamera vor Sand, Salz und Wasser geschützt und man kann sie auch mal zum Schnorcheln oder Tauchen mitnehmen.
Eine Zweitkamera kann auch beim Ausfall (Speicher, Akku usw.) der Großen praktisch sein und ist auch nützlich, um Stadtpläne, Hinweisschilder und Wegweiser abzulichten. So kann man z.B. die Karte am Eingang einer Rundwanderung oder einen Stadtplan an einer Infotafel abfotografieren und hat so eine zusätzliche Möglichkeit, sich zu orientieren.

Was man aber, egal für wie viel Ausrüstung man sich entschieden hat, dabei haben sollte ist genügend Speicher, ein Akkuladegerät und mindestens einen Satz Ersatzakkus.
Wie viel Speicher man benötigt, hängt von der Zeit ab, die man fürs Fotografieren investieren möchte und wie viele Fotos man für gewöhnlich auf einer Reise macht. Ein guter Anhaltswert sind ca. 100 Fotos am Tag. Lieber hat man aber ein bisschen mehr Speicher dabei, als zu wenig. Sollte einem trotzdem der Speicher ausgehen, kann man versuchen misslungene Fotos zu löschen oder neuen Speicher zu kaufen. Das Löschen von Fotos dauert aber seine Zeit.
Ob das Nachkaufen von Speicher sinnvoll ist, hängt vom aktuellen Aufenthaltsort ab und manchmal kann es sich tatsächlich finanziell lohnen, den Speicher zu Hause zu kaufen und mitzunehmen, sondern vor Ort zu kaufen. Darüber sollte man sich aber vorher z.B. im Internet informieren.
Ein mobiler Datenspeicher mit Festplatte oder gar ein Laptop lohnt sich nur, wenn man tatsächlich vorhat, sehr viele Fotos mit heim zu nehmen. In den meisten Fällen empfehlen sich Speicherkarten, welche kleiner, leichter und unempfindlicher sind. Speicher sollte man sich immer erst kurz vor der Reise kaufen, da die Preise eigentlich ständig fallen. Man kann sich auch Speicherkarten von einem Bekannten ausleihen, denn meist braucht man viel Speicher nur im Urlaub. Zu Hause reicht oft eine kleine Speicherkarte.

Von den passenden Akkus sollte man immer zwei Sätze dabei haben, einen in der Kamera und einen zweiten, geladen in der Tasche. Wenn man relativ selten an Steckdosen vorbei kommt, braucht man entsprechend mehr.
Um die Akkus laden zu können, sollte man natürlich sein Ladegerät plus passenden Steckdosen-Adapter dabei haben. Das Ladegerät sollte ein Schnellladegerät sein, damit man auch mal die Chance hat, in einem Café einen Satz Akkus zu laden, ohne gleich zehn Stunden dort verbringen zu müssen. Ein Ladegerät, welches am 12-Volt-Bordnetz eines Fahrzeugs funktioniert, leistet unterwegs auch gute Dienste.
Wenn man eine Kamera besitzt, welche mit Standard-Akkus auskommt, kann man im Notfall auch auf Batterien zurückgreifen.
Hilfsmittel zum Reinigen der Frontlinse und des Sensors sollten auch dabei sein. Dazu zählt ein Blasebalg, ein weicher Pinsel und ein weiches, fusselfreies Tuch.
Bevor man abreist, sollte die Ausrüstung auf Funktion geprüft, die Akkus alle geladen und die Speicherkarten formatiert werden. Zum Transport zum Reiseziel und vor Ort ist eine passende Tasche, welche auch ins Handgebäck passt, zu empfehlen. Fotorucksäcke sind da besonders praktisch, da sie leichter zu tragen sind als z.B. Umhängetaschen. Dabei sollte man auf stabile Materialien, weiche Polsterung und einen Wasserschutz achten. Außerdem sollte die Tasche bzw. der Rucksack bequem und sicher zu tragen sein.

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Motive

Motive ergeben sich auf eine Reise schon fast von alleine, denn so ziemlich alles, was neu und unbekannt ist, ist interessant genug, um fotografiert zu werden. Dabei wird man Motive aus allen möglichen fotografischen Bereichen finden:

Diese Fülle an Möglichkeiten muss natürlich erst einmal unter einen Hut gebracht werden. Außerdem wird man für die einzelnen Motive nicht so viel Zeit haben, wie wenn man sich extra aufmacht, um genau ein Motiv zu fotografieren. Schließlich will man ja vorwärts kommen und sich möglichst viele Sachen ansehen, denn der Zweck einer Reise ist selten das Fotografieren an sich.

Vorbereitung

Zu den Vorbereitungen einer Reise gehören Reiseführen, in denen man sich über das Reiseziel und die dortigen Gepflogenheiten informiert. Will man sich im Vorfeld auch eine fotografische Inspiration holen, kann man sich zusätzlich noch ein Fotobuch des Reiseziels kaufen oder ausleihen. So kann man sich schon im Vorfeld einen Eindruck von den fotogenen Motiven am Zielort machen.

Anreise

Wenn eine Reise unternehmen will, muss man von zu Hause abreisen und sich auf irgendeine Art und Weise zu seinem Reiseziel hinbewegen. D.h. die Reise fängt ja schon mit dem Packen an. Hat man vergessen da ein Foto zu machen, dann kann man ja z.B. am Flughafen das Flugzeug fotografieren und hat so ein Startbild für die spätere Diashow.
Außerdem ist es am Flughafen eh immer langweilig und man kann sich mit der Suche nach schönen Motiven die Zeit vertreiben.

Abreise
Abreise
Reisegefährt
Reisegefährt
Lokales
Lokales

Wenn es keine Flugreise ist, dann macht man eben ein Foto von dem Gefährt, mit dem man unterwegs ist.
Genauso wichtig wie die Anreise ist die Ankunft, also sozusagen die ersten Schritte am Reiseziel. Auch die Unterkunft sollte von außen dokumentiert werden. Wenn man das auch nicht am ersten Tag gleich macht, sollte man dieses Foto dann aber ziemlich am Anfang einsortieren.

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Unterwegs

Wenn man lange Strecken mit dem Flugzeug oder dem Auto zurücklegen muss, um von einer Station der Reise zur nächsten zu kommen, dann kommt man gerne in Versuchung, mal das eine oder andere Motiv aus dem fahrenden Auto oder durch die Flugzeugscheibe zu machen. An sich ist das gar keine schlechte Idee, wenn man ein paar Sachen beachtet und Glück hat.
Vor allem im Flugzeug muss man Glück haben. Man muss einen Platz am Fenster ergattern, dabei sollte man aber nicht über den Tragflächen sitzen. Das Wetter muss klar sein und Flugroute über interessante Motive gehen. Die besten Motive ergeben sich kurz nach dem Start und kurz vor der Landung, also immer dann, wenn man alle elektronischen Geräte ausschalten muss. Glück dem, der eine analoge Kamera ohne Elektronik dabei hat.

Foto aus dem Flugzeug
Foto aus dem Flugzeug
Im Tiefflug
Im Tiefflug
Straße
Straße
Gegenverkehr
Gegenverkehr
Gletscher
Gletscher
Toiletten
Toiletten
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Schnappschüsse

Wenn man unterwegs ist, sollte man immer eine Kamera griffbereit haben. Egal ob im Auto oder zu Fuß, Gelegenheiten für ein spontanes Foto gibt es immer wieder. Damit man für so einen Fall gewappnet ist, empfiehlt es sich, die Kamera schon beim Ausschalten bereit fürs nächste Foto zu machen. Dies bedeutet, dass alle Sondereinstellungen (lange Belichtungszeit, besondere Bildeinstellung usw.) wieder ausgeschaltet werden, damit dies nicht erst vor dem nächsten Foto getan werden muss. Bei vielen Kameras reicht es auch aus, das Moduswahlrad auf Vollautomatik zu stellen.

Eidechse
Eidechse
Schnappschuß
Schnappschuß
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Typische Fotomotive

Natürlich gibt es in jeder Reisegegend Standardmotive. Diese sollten auch bei keiner Reisedokumentation fehlen. Auch wenn man diese Fotos überall sieht und eigentlich nicht noch öfters fotografiert werden müssten, gehören sie einfach dazu. Sind sie doch auch eine Art Beweis, dass man da war und steigern den Wiedererkennungswert.
Danach kann man sich auf die Suche nach anderen Standpunkten machen.

Berlin - Brandenburger Tor
Berlin - Brandenburger Tor
Alesund in Norwegen
Alesund in Norwegen
Das Prader Riesenrad in Wien.
Das Prader Riesenrad in Wien.
Die Oper in Sydney
Die Oper in Sydney
Uluru
Uluru
Rathaus in Hamburg
Rathaus in Hamburg
Am Königssee
Am Königssee
Die Niagara-Fälle
Die Niagara-Fälle
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Landestypisches

Auch eine Art Standardmotiv sind typische Gegebenheiten welche. Dazu zählen in Bayern Bier, Brezeln und Menschen in Tracht, in Australien Kängurus, Wüste und Aborigines und in Österreich Kühe, Berge und Kaiserschmarrn. Da man meist keine neue Gegend erforscht und dokumentieren muss, kann man sich also erstmal auf das allgemein bekannte stürzen. Will man dann noch weiter in die Tiefe gehen, dann sucht man sich eher unbekannte Motive, also solche, die über die Allgemeinbildung hinausgehen und meist nur in umfangreicheren Reiseführern erwähnt werden oder einfach nur witzig oder interessant sind.

Koala-Bär
Koala-Bär
verbranntes Land
verbranntes Land
Salzsee
Salzsee
Jam Donuts
Jam Donuts
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Mitreisende

Natürlich sollte man auch Fotos der Mitreisenden machen, wobei man es da auch nicht übertreiben muss und ständig irgendeinen aus der Reisegesellschaft (meist aus der Familie) vor irgendwelchen Sehenswürdigkeiten drapieren. Man glaubt es den meisten Leuten auch so, dass Sie auf Neuschwanstein waren, auch ohne Beweisfoto. Interessante Situationen sollte man aber trotzdem festhalten.
Toll sind natürlich auch Fotos, auf denen alle Mitreisenden drauf sind. Damit das funktioniert muss man einen Fremden bitten, das Foto zu machen, oder eben ein Stativ mitnehmen und das Foto per Fern- oder Selbstauslöser machen.
Wenn man seine Kamera jemanden Fremdes überlässt, sollte man ihm die Kamera komplett fertig eingestellt überlassen, so dass er nur das Knöpfchen drücken muss. D.h. Belichtungs- und Autofokuseinstellungen sollte man vorher machen. Außerdem sollte man sich der latenten Gefahr bewusst sein, dass die Kamera mit dem Aushilfsfotografen die Biege machen könnte.

Wanderung
Wanderung
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Bildgestaltung

Je nach dem, was man auf seiner Reise alles vorhat und mit wem man reist, bleibt mehr oder weniger Zeit zum Fotografieren. Auf mancher Busreise dürfen vor lauter Zeitmangel nur die Fotografen aus dem Bus und haben dann auch nur ein paar Sekunden Zeit um schnell ein (langweiliges) Foto zu knipsen. Wenn man selbst für die Route verantwortlich ist, kann man durchaus an der einen oder anderen Stelle mehr Zeit zu Motivsuche und -wahl nehmen.

Blickwinkel

Den Blickwinkel kann man meist schnell und einfach ändern, man muss sich nur etwas bewegen. Manchmal kann es aber auch sein, dass man zu einer Änderung des Blickwinkels weite Wege machen muss.
Wenn man aber die Möglichkeit hat, sollte man einfach mal um das Objekt der Begierde herum laufen, in die Knie gehen, einen erhöhten Standpunkt suchen oder einfach nur einen Ausschnitt fotografieren.

Blickwinkel 1
Blickwinkel 1
Blickwinkel 2
Blickwinkel 2
Blickwinkel 3
Blickwinkel 3
Blickwinkel 4
Blickwinkel 4
Blickwinkel 5
Blickwinkel 5
Blickwinkel 6
Blickwinkel 6
Blickwinkel 7
Blickwinkel 7
Blickwinkel 8
Blickwinkel 8

So eine Serie von einem Motiv kann man natürlich nur machen, wenn man genügend Zeit an einem Ort verbringt.

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Licht und Wetter

Gleiches gilt auch für die Lichtverhältnisse vor Ort. Morgens und abends ergeben sich meist die besten Lichtverhältnisse. Untertags, wenn die Sonne senkrecht von oben die Welt erhellt, dann kann es schon schwieriger werden, tolle Fotos zu machen. Aber oft kann man es sich nicht aussuchen und man muss nehmen, was man kriegt.
Wenn man die Wahl hat, dann sollte man versuchen früh aufzustehen, damit man am Motiv ist, wenn es von den ersten Sonnenstrahlen erhellt wird. Das Licht am Abend ist natürlich genauso gut, nur dass dann oft mehr Menschen unterwegs sind und die Chancen auf ungestörte Aufnahmen eher gering sind .
Beim Wetter hat man diese Art von Auswahl nicht. Entweder das Wetter passt oder nicht. Auf einer Rundreise hat man selten die Möglichkeit, an einem Ort auf besseres Wetter zu warten. Bleibt man aber längere Zeit an einem Ort, kann man bei optimalen Bedingungen sein Wunschmotiv besuchen oder auch bei unterschiedlichen Wetterbedingungen kommen und Fotos aufnehmen.
Wenn man keine Wahl hat und das eben vorhandene Licht und Wetter nutzen muss, um ein Foto zu machen, dann muss man versuchen das Beste daraus zu machen. Schließlich geht es ja bei der Reisefotografie auch um die Dokumentation der Reise und da gehört nun mal das Wetter dazu.
Bei schlechtem Licht, kann man versuchen, sich mit Filtern zu helfen. Wenn der Himmel zu hell ist hilft oft ein Grauverlauffilter und ein Polfilter hilft bei diversen Lichtverhältnissen weiter. Manchmal genügt es aber auch, in eine andere Richtung zu fotografieren. Z. B. statt gegen diese Sonne, im 90°-Winkel zu ihr. Dann kann man auch einen Polfilter einsetzen, um die Farben etwas zu verbessern. Das funktioniert natürlich nicht bei jedem Motiv.
Wenn das Licht sehr grell ist oder man aus anderen Gründen Gefahr läuft, dass die Spitzlichter überbelichtet werden, dann sollte man mit einer niedrigen Empfindlichkeit und leicht unterbelichtet fotografieren. So franzen die Lichter nicht aus und die Schatten bekommt man in der Nachbearbeitung etwas heller.

Wasserfall
Wasserfall
Gleisendes Licht
Gleisendes Licht
Nebel
Nebel
Fähre
Fähre
Steg
Steg
Stabkirche
Stabkirche
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Nachbearbeitung

Bei Reiseaufnahmen muss man hinterher nicht viel nachbearbeiten. Je nach Geschmack kann man hinterher noch etwas an den Kontrasten optimieren, einen anderen Bildausschnitt wählen oder die Bilder gerade rücken.
Wenn man das eine oder andere Bild besonders aufhübschen, dann kann man etwas mehr Zeit investieren. Man sollte sich aber nicht zu viel mit Retuschen aufhalten, sonst werden die Bilder unwirklich und taugen dann eher als Einzelaufnahmen. Reisefotos sollen aber die Wirklichkeit widerspiegeln und als Grundlage für eine Reisebeschreibung dienen.

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Präsentation

Diaschau (Diashow)

Die wohl häufigste und beste Präsentationsform für Reise-/ Urlaubsfotos ist wohl die Diaschau, denn dabei kann man einer größeren Anzahl von Interessierten seine Fotos präsentieren und gleichzeitig zu jedem Bild etwas erzählen. Papierabzüge oder gar ein Fotobuch sind eher als Reiseerinnerung geeignet oder um die Fotos einzelnen Personen zu zeigen.
Die wichtigste Regel für Diavorträge im Familien- und Bekanntenkreis:

Die Diaschau sollte niemanden langweilen, sondern interessant und spannend sein, wie die Reise selbst.
Damit man beim Zeigen der Diaschau auch immer weiß, wo die gezeigte Aufnahme entstanden ist, sollte man sich schon während der Reise aufschreiben, wo das Bild entstanden ist, so kann man dann im Zweifelsfall nachschlagen.

Kalender

Eine weitere nette Art, seine Reiseaufnahmen zu zeigen ist ein Kalender. Will man so etwas machen, sollte man sich schon bei der Reise selbst Gedanken über geeignete Aufnahmen machen. Hat man daheim dann zwölf Aufnahmen für den Kalender ausgesucht, kann man diese anschließend etwas intensiver nachbearbeiten. Schließlich dient ein Kalender auch zur Dekoration. Zu dem jeweiligen Foto sollte auf dem Kalender immer der Ort der Aufnahme angegeben sein, dann weiß man immer gleich wo die Aufnahme gemacht wurde.
Solch ein Kalender ist natürlich ein hervorragendes Geschenk.


Kalendermotive Australien 2007
Fotografie auf www.puchner.org | Kontakt | Sitemap | letzte Änderung: 2010-02-07 | nach oben